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Stimmen zum Jugendforum in Essen:

„Ich hatte eine richtig tolle Zeit, während der Workshops habe ich die Zeit voll vergessen. Ich fänd es super, wenn es solche Foren öfter gäbe.“
Paul,19

„Das war doch im Grunde ein ganz normaler Tag, an dem alle Spaß hatten. So einfach kann das manchmal sein. Hier ist es egal gewesen ob man behindert ist oder nicht.“
Svenja, 28

„Ich habe an der Theatergruppe teilgenommen und es war echt cool. Ich spiele auch sonst Theater, daher macht mir das großen Spaß und ich konnte neue Leute kennen lernen.“
Hannes, 22

„Besonders beeindruckt hat mich der Tanzlehrer Timo, der war so aufgeschlossen und hat es toll vermittelt. Auch die Rapper haben mir wirklich imponiert.“
David, 25

Inklusion mal ganz praktisch gedacht:

Die Essener Jugend macht es vor, mit ein bisschen Bemühung ist die Inklusion bald nicht nur Illusion

Svenja ist 28 Jahre alt. Sie trägt die Haare kurz geschnitten und punkig rot gefärbt. Svenja fotografiert leidenschaftlich gerne und hat ständig neue und kreative Ideen. Sie wohnt in einer Wohngemeinschaft und hat viele Freunde. Ihre Arbeit findet sie langweilig, aber dafür lebt sie sich in ihrer Freizeit aus und ist eine richtige Frohnatur. Sie ist eine unabhängige und selbstbewusste junge Frau. Ständig lacht sie und hat keine Probleme damit, fremde Leute anzusprechen und direkt in ein lebhaftes Gespräch zu verwickeln. Svenja sitzt im Rollstuhl. Sie hat eine Tetraspastik - einschränken lassen will sie sich davon aber nicht.

Das Motto des Jugendforums in Essen lautet: „Inklusion statt Illusion“. Und das Thema ist auch gleichzeitig Programm. Gemeinsam mit dem Behindertenreferat stellte die Evangelische Jugend Essen im Haus der evangelischen Kirche ein Forum auf die Beine, wie es inklusiver kaum sein könnte. An den Workshops in den Bereichen Tanz, Rap, Theater, Kunst und Zeitung nehmen Jugendliche mit und ohne Einschränkungen gemeinsam teil. Gegenseitig unterstützen sie einander und bemühen sich um einen fairen Umgang.

Was bedeutet Inklusion eigentlich wirklich?

Inklusion, das ist ein Begriff, den die meisten Menschen schon mal in den Medien gehört haben. So richtig etwas darunter vorstellen können sich aber die wenigsten. Iris Schumann, Geschäftsführerin der Evangelischen Jugend Essen, fasst es möglichst simpel zusammen: „Es geht darum seinen Platz in der Gesellschaft zu finden, ganz egal ob man pink, lila-grün gestreift oder sonst wie besonders ist“, sagt sie und fügt dann noch einmal hinzu: “Gleichberechtigte Teilhabe ist das Stichwort“.

Den Workshop zum Thema „Kunst an der Wand“ leitet ein junger Mann, der sich gerade als Künstler selbstständig machen will. Sein Künstlername ist „Zagi“. Gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Workshopa erarbeitet er eine konkrete Vorstellung zu dem Konzept der Inklusion und bringt diese dann auf die Leinwand. Jeder darf mitmalen und ein Stückchen zum Gesamtkunstwerk beitragen. Zagi „framed“ die verschiedenen Teilstücke dann am Ende, sodass sie zu einer Einheit verschmelzen. Dazu benutzt er geschickt verschiedene Farbtupfer und graphische Elemente, um dem Bild einen Rahmen zu verpassen. Das Ergebnis überzeugt - bei der Abschlusspräsentation sind die Jugendlichen aus
den anderen Workshops schwer beeindruckt.

Respekt beginnt bereits bei der Wortwahl

Nur eine kleine Anmerkung gibt es noch. Zagi spricht währen der Präsentation von der besonders gelungenen Zusammenarbeit zwischen Behinderten und Normalen. Das wollen die Wortakrobaten aus der Rapgruppe nicht so auf sich sitzen lassen. Sie haben sich den ganzen Tag mit Sprache und deren Vielfalt auseinander gesetzt. „Inklusion fängt ja schon im Kopf an“, sagen sie: „Normal ist hier ja wohl keiner, also passt doch bitte auf, wie ihr euch ausdrückt, das gehört auch zum gegenseitigen Respekt.“

Bilder:

Aus Essen berichteten:

Esther Merkelt (Text & Fotos) und Vanessa Weber (Video)

TERMIN JUGENDFORUM

12. Oktober 2013

ORT

Haus der ev. Kirche

III. Hagen 39
45127 Essen

Tel.: 0201-22050
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Veranstalter

Evangelische Jugend
im Rheinland
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Die Veranstaltung wird 
durchgeführt von:

Evangelische Jugend Essen

III. Hagen 39
45127 Essen 

Tel.: 0201-2205126
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und
Aktion Menschenstadt
Essen Behinderten-
referat
Ev. Stadtkirchenverband

III. Hagen 39
45127 Essen

Tel.: 0201-2205124
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Hier mitdiskutieren:

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